DGTHG verleiht St.-Jude-Medical-Preis für besondere Forschungsleistungen der Herzmedizin

DGTHG verleiht St.-Jude-Medical-Preis für besondere Forschungsleistungen der Herzmedizin


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27.02.2019 12:01

DGTHG verleiht St.-Jude-Medical-Preis für besondere Forschungsleistungen der Herzmedizin

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) verlieh im Rahmen der 48. Jahrestagung 2019 in Wiesbaden den St.-Jude-Preis, dotiert mit 5.000 Euro, an Dr. med. Kaveh Eghbalzadeh von der Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie der Universität zu Köln für seine Arbeit „Rapid deployment aortic valve replacement vs. Transcatheter valve implantation: which strategy is better?“.

Alljährlich würdigt die DGTHG die besonderen Leistungen von Ärzten und Wissenschaftlern mit renommierten Medizin- und Forschungspreisen, die im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Jahrestagung durch den DGTHG-Präsidenten Privatdozent Dr. Wolfgang Harringer übergeben werden.

In der mit dem St. Jude Medical Preis bedachten Arbeit wurde eine kathetergestützte Aortenklappeprothese mit einer chirurgischen, sogenannten Rapid Deployment Prothese, in Hinsicht auf postoperative hämodynamische Eigenschaften beim Patienten verglichen. Transvalvuläre Druckgradienten sowie die Inzidenz einer paravalvulären Leckage, wurden als Surrogatparameter für das Langzeitüberleben des Patienten mit diesen Klappentypen verglichen. Zusätzlich wurde von der Arbeitsgruppe weltweit erstmals ein in-vitro Modell entwickelt, dass diese modernen Herzklappen in einem Aortenmodell hinsichtlich ihres Strömungsprofils in einer 4D-Fluss-MRT Aufnahme untersucht. Neben klinischen Unterschieden in der Anwendungsbeobachtung, konnten die Herzklappenprothesen untersucherunabhängig hinsichtlich ihrer hämodynamischen Eigenschaften näher charakterisiert werden. Diese Ergebnisse haben damit eine besondere Bedeutung für die Langzeithaltbarkeit von Aortenklappenprothesen.

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Plötzlich gesund

Fortschreitende Naturerkenntnis, ganz allgemein gesprochen, ‘Wissenschaft’, ist der stärkste Feind des medizinischen Wunders. Was unseren Vorfahren als Wunder erschien, was einfache Naturvölker heute noch in heftige Erregung versetzt, das berührt den zivilisierten Menschen längst nicht mehr.
Doch es gibt einen Gegensatz, der jedem Denkenden sofort auffällt: der unerhörte, durchaus nicht abgeschlossene Aufstieg der wissenschaftlichen Heilkunde und die ebenso unerhörte Zunahme der Laienbehandlung und der Kurpfuscherei. Man schätzt die Zahl der Menschen, die der Schulmedizin kein Vertrauen schenken, auf immerhin 50 Prozent.
Wie kann es sein, daß Laienbehandler und Kurpfuscher immer wieder spektakuläre Erfolge aufweisen, von denen die Sensationspresse berichtet?
Der Autor geht dieser Frage nach und kommt zu interessanten Erkenntnissen, aus denen er Vorschläge für eine bessere Krankenbehandlung durch seine ärztlichen Standesgenossen ableitet.

Hier geht es weiter …

(Laienverständliche Erklärung)
Die Aortenklappenstenose ist der häufigste Herzklappenfehler, der einer operativen Therapie bedarf. Neben der so genannten kathetergestützten Aortenklappenimplantation (TAVI) sind mittlerweile neuartige Klappenprothesen verfügbar, die in einer Kombination aus Stent und konventioneller Prothese den herzchirurgischen Eingriff vereinfachen. Die Arbeitsgruppe um Dr. Eghbalzadeh hat diese Klappentypen bei Patienten verglichen und zusätzlich eine spezielle MRT-Untersuchung herangezogen, um die Strömungsprofile dieser Klappenmodelle im Vergleich zu analysieren. Die Untersuchungen sind wichtig, um ein besseres Verständnis für die Parameter zu entwickeln, die die Langzeithaltbarkeit von Herzklappenprothesen betreffen.

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Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V. (DGTHG) mit Sitz in Berlin ist eine gemeinnützige medizinische Fachgesellschaft, deren Ziele u.a. der Förderung der Wissenschaft und Weiterentwicklung von Therapien auf dem Gebiet der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie sind. Zu weiteren Hauptaufgaben zählen die Durchführung von Weiter- und Fortbildungsprogrammen, Erstellung medizinischer Leitlinien, Förderung von Nachwuchskräften und die Ausrichtung medizinischer Fachtagungen. Als Vertretung der über 1.000 in Deutschland tätigen und in der DGTHG organisierten Herz- und Kardiovaskularchirurgen stehen die Verantwortlichen der Fachgesellschaft für einen Dialog mit der Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.dgthg.de und unter

Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)
Pressereferentin DGTHG
Regina Iglauer-Sander, M.A.
c/o Coaching+Communication
Erdmannstr. 6
10827 Berlin
Fon 030/788904-64
Fax 030/788904-65
presse@dgthg.de


Weitere Informationen:

https://www.dgthg.de/de/pressemeldungen


Anhang

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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Forschungsergebnisse, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch


Quelle: IDW