Forschen im Studium



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07.02.2022 11:25

Forschen im Studium

Bachelor-Studierende der SRH Hochschule für Gesundheit publizieren gemeinsam mit Prof. Dr. habil. Marcus Grimm eine Arbeit zum Zusammenhang zwischen Vitamin B12 und Alzheimer.

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Plötzlich gesund

Fortschreitende Naturerkenntnis, ganz allgemein gesprochen, ‘Wissenschaft’, ist der stärkste Feind des medizinischen Wunders. Was unseren Vorfahren als Wunder erschien, was einfache Naturvölker heute noch in heftige Erregung versetzt, das berührt den zivilisierten Menschen längst nicht mehr.
Doch es gibt einen Gegensatz, der jedem Denkenden sofort auffällt: der unerhörte, durchaus nicht abgeschlossene Aufstieg der wissenschaftlichen Heilkunde und die ebenso unerhörte Zunahme der Laienbehandlung und der Kurpfuscherei. Man schätzt die Zahl der Menschen, die der Schulmedizin kein Vertrauen schenken, auf immerhin 50 Prozent.
Wie kann es sein, daß Laienbehandler und Kurpfuscher immer wieder spektakuläre Erfolge aufweisen, von denen die Sensationspresse berichtet?
Der Autor geht dieser Frage nach und kommt zu interessanten Erkenntnissen, aus denen er Vorschläge für eine bessere Krankenbehandlung durch seine ärztlichen Standesgenossen ableitet.

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„In unserem Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung bereiten wir unsere Studierenden nicht nur auf eine Tätigkeit in der Praxis vor, sondern auch auf weiterführende forschungsorientierte Master-Studiengänge. Daher zählen auch Lehre, Forschung und Wissenschaft zu möglichen Berufsfeldern. Um unsere Studierenden frühzeitig mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen vertraut zu machen, binden wir sie auch in den wissenschaftlichen Publikationsprozess mit ein“, berichtet Prof. Dr. habil. Marcus Grimm, Studiengangsleiter im Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung am Campus Rheinland in Leverkusen der SRH Gesundheitshochschule.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Wissenschaftliches Arbeiten“ hat Prof. Dr. habil. Marcus Grimm mit Studierenden des 3. Fachsemesters am Campus Rheinland eine ausführliche Literaturübersicht zum Thema „Mechanistic Link between Vitamin B12 and Alzheimer’s Disease“ verfasst, die nun in der Fachzeitschrift Biomolecules erschienen ist. Damit knüpft Prof. Dr. habil. Marcus Grimm an seine bisherige Forschung zu ernährungstherapeutischen Ansätzen in der Behandlung der nicht heilbaren Alzheimer-Erkrankung an. So konnte er in verschiedenen Studien in Zusammenarbeit mit einem Forscher:innenteam am Institut für Experimentelle Neurologie und dem Institut für Demenzprävention der Universität des Saarlandes z. B. den Einfluss von Vitamin D oder auch von bestimmten Fettsäuren auf die Krankheit nachweisen.

Die kürzlich publizierte Arbeit von Prof. Dr. habil. Marcus Grimm und Studierenden der SRH Hochschule für Gesundheit verfolgte das Ziel, die Evidenz- und Literaturlage zu Alter, Ernährungsgewohnheiten sowie unterschiedlichen Medikamenten bezüglich des Vitamin-B12-Spiegels zusammenzufassen und in Verbindung mit der Alzheimer-Erkrankung zu setzen. Hierfür wurden umfassend die molekularen Mechanismen, bei denen Vitamin B12 die Alzheimer-Krankheit beeinflusst, ausgearbeitet. Demnach verbesserte in zahlreichen klinischen Studien eine gezielte Versorgung mit Vitamin B12, auch in Kombination mit weiteren B-Vitaminen, die kognitive Leistungsfähigkeit von Patient:innen, die an Alzheimer erkrankt waren, oder von Personen, die nur leichte bis mäßige kognitive Defizite aufwiesen, was wiederum die positiven Eigenschaften von Vitamin B12 und die Notwendigkeit einer ausreichenden Versorgung, gerade in der älteren Bevölkerung, unterstreicht.

„Die Resonanz der Studierenden war bei diesem Projekt wirklich außerordentlich groß. Ich bin überzeugt, dass allen die Relevanz, schon während des Bachelor-Studiums eine Publikation als Mitautor:in einreichen zu können, bewusst war“, resümiert Prof. Dr. habil. Marcus Grimm. Das Projekt zeigt auch, dass Studierenden an der Gesundheitshochschule der SRH Wissen auf dem neuesten Stand der Forschung vermittelt wird. So lernen Studierende im Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung am Campus Rheinland in Leverkusen oder am Campus Gera alles rund um die Zusammensetzung und Wirkungsweise unserer Ernährung, um ernährungsbedingte Krankheiten zu erkennen, zu verstehen und zu behandeln. Damit sind sie nach ihrem Abschluss in der Lage, Patient:innen und Klient:innen bestmöglich zu beraten.

Im März 2022 wird die SRH Hochschule für Gesundheit das Thema Ernährung einmal mehr in den Fokus nehmen. Anlässlich des Themenjahres „365 Tage Leidenschaft für Gesundheit“ zum 15-jährigen Bestehen der Hochschule steht der Monat unter dem Motto „Food and Mood – Wie Ernährung unser Wohlbefinden beeinflusst“. Zahlreiche Veranstaltungen sind hierzu geplant, die auf der Webseite der Gesundheitshochschule der SRH veröffentlicht werden.

Bibliographische Angaben
Interessierte können die Publikation unter https://www.mdpi.com/2218-273X/12/1/129 einsehen.

Mehr zur Forschung an der SRH Hochschule für Gesundheit erfahren Interessierte unter www.srh-gesundheitshochschule.de/forschung/

Weitere Informationen zur Ernährungstherapie und -beratung erhalten Sie unter www.srh-gesundheitshochschule.de/bachelor/ernaehrungstherapie-und-beratung/ und zum nächsten Online-Infonachmittag am 10.02.2022 um 16:00 Uhr. Anmeldung unter events.hsge@srh.de


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam/marcus-…


Originalpublikation:

https://www.mdpi.com/2218-273X/12/1/129


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch


Quelle: IDW