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05.01.2026 17:08
Plötzlich gesund
Fortschreitende Naturerkenntnis, ganz allgemein gesprochen, ‚Wissenschaft‘, ist der stärkste Feind des medizinischen Wunders. Was unseren Vorfahren als Wunder erschien, was einfache Naturvölker heute noch in heftige Erregung versetzt, das berührt den zivilisierten Menschen längst nicht mehr.
Doch es gibt einen Gegensatz, der jedem Denkenden sofort auffällt: der unerhörte, durchaus nicht abgeschlossene Aufstieg der wissenschaftlichen Heilkunde und die ebenso unerhörte Zunahme der Laienbehandlung und der Kurpfuscherei. Man schätzt die Zahl der Menschen, die der Schulmedizin kein Vertrauen schenken, auf immerhin 50 Prozent.
Wie kann es sein, daß Laienbehandler und Kurpfuscher immer wieder spektakuläre Erfolge aufweisen, von denen die Sensationspresse berichtet?
Der Autor geht dieser Frage nach und kommt zu interessanten Erkenntnissen, aus denen er Vorschläge für eine bessere Krankenbehandlung durch seine ärztlichen Standesgenossen ableitet.
Darmkrebs-Screening: IQWiG-Vorbericht zur unteren Altersgrenze und Koloskopie-Frequenz liegt vor
Darmkrebs-Screening: IQWiG-Vorbericht zur unteren Altersgrenze und Koloskopie-Frequenz liegt vor
Interessierte können bis zum 02.02.2026 Stellung nehmen.
Gesetzlich Versicherte haben gemäß den aktuellen Regelungen ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmkrebs-Früherkennung. Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) überprüft das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit die unteren Altersgrenzen sowie den zeitlichen Abstand und die Anzahl der Koloskopien zur Früherkennung bei Personen ohne Verdacht auf Darmkrebs und ohne spezifisch erhöhtes Darmkrebsrisiko.
Konkret wird der Nutzen eines Darmkrebs-Screenings mittels Koloskopie oder immunologischen Tests auf okkultes Blut im Stuhl bei Personen unter 50 Jahren im Vergleich zu keinem Darmkrebs-Screening bewertet.
Mit Blick auf die Koloskopie-Frequenz eines Darmkrebs-Screenings bei Personen ab 45 Jahren bewertet das IQWiG den Nutzen von drei verschiedenen Ablaufvarianten im Vergleich zum derzeitigen Darmkrebs-Screening mittels Koloskopie mit maximal 2 Untersuchungen im Abstand von 10 Jahren:
• 3 Koloskopien jeweils im Abstand von 10 Jahren oder
• 3 Koloskopien jeweils im Abstand von mehr als 10 Jahren oder
• 2 Koloskopien im Abstand von mehr als 10 Jahren
Zu keiner der konkreten Fragestellungen liegt Evidenz auf Basis von klinischen Studien vor. Zusätzlich zur regulären Bewertung von Nutzen und Schaden hat das IQWiG eine entscheidungsanalytische Modellierung durchgeführt, um ergänzende Informationen über unterschiedliche Varianten einer Darmkrebs-Früherkennung zu erhalten.
Die vorläufigen Bewertungsergebnisse veröffentlicht das IQWiG nun mit dem Ziel, wichtige Argumente oder Hinweise aus der Fachöffentlichkeit und von allen Interessierten miteinzubeziehen. Stellungnahmen zum Vorbericht sind möglich bis zum 02.02.2026.
Zum Ablauf der Berichterstattung
Den Berichtsplan für dieses Projekt hatte das IQWiG am 15.04.2025 veröffentlicht. Schriftliche Stellungnahmen zum Vorbericht können bis 02.02.2026 eingereicht werden. Sofern diese Fragen offenlassen, werden die Stellungnehmenden zu einer mündlichen Erörterung eingeladen. Im Anschluss wird der Abschlussbericht zum Projekt erstellt.
Originalpublikation:
https://www.iqwig.de/projekte/s24-02.html
Weitere Informationen:
https://www.iqwig.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-detailseite_16…
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Medizin
überregional
Forschungsergebnisse
Deutsch

