Emissionsfreie urbane Mobilität durch innovative Lösungen im EU-Projekt metaCCAZE

Emissionsfreie urbane Mobilität durch innovative Lösungen im EU-Projekt metaCCAZE

Fortschritte auf dem Weg zu emissionsfreier urbaner Mobilität – Steinbeis visualisiert Lösungen im EU-Projekt metaCCAZE

Der Verkehrssektor trägt in der Europäischen Union mit über 30 % zum gesamten Energieverbrauch und etwa 25 % zu den Treibhausgasemissionen bei. Vor diesem Hintergrund verfolgt die EU das Ziel, die verkehrsbedingten Emissionen bis 2050 um 90 % gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren und bis 2030 in 100 Städten Klimaneutralität zu erreichen. Im Rahmen des EU-Projekts metaCCAZE unterstützt das Steinbeis Europa Zentrum zehn europäische Städte bei der Umsetzung emissionsfreier urbaner Mobilitätskonzepte.

Innovative Mobilitätskonzepte und Demonstrationsprojekte

Das Projekt metaCCAZE fokussiert sich auf die Neugestaltung der Personen- und Gütermobilität in urbanen Räumen durch den Einsatz elektrischer, automatisierter und vernetzter Technologien. Ziel ist es, den Übergang zu emissionsfreier Mobilität in Städten zu beschleunigen.

Zur Veranschaulichung des Potenzials werden in vier sogenannten Trailblazer-Städten umfangreiche Demonstrationen durchgeführt:

  • Limassol: On-Demand-Minibusse und gemeinsam genutzte E-Bikes
  • München: Lieferungen mittels Lastenrädern
  • Amsterdam: Autonomes elektrisches Wasserfahrzeug für die Abfalllogistik
  • Tampere: Erste kommerzielle automatisierte Buslinie

Diese Projekte generieren Daten zu Emissionsminderung, Betriebseffizienz und Nutzerzufriedenheit, die als Grundlage für eine großflächige Einführung emissionsfreier Mobilitätslösungen in Europa dienen.

Praxisbeispiel München: Radlogistik und digitale Lieferzonen

Die Landeshauptstadt München, als eine der Vorreiter-Städte im Projekt, hat gemeinsam mit Partnern innovative Konzepte für eine emissionsfreie urbane Logistik entwickelt. Ein bedeutender Meilenstein ist die Eröffnung des größten Radlogistik-Hubs Deutschlands. Die Nutzung von Lastenrädern trägt nicht nur zur Verringerung von Emissionen bei, sondern reduziert auch Parksuchverkehre, das Parken in zweiter Reihe sowie Standzeiten im öffentlichen Raum.

Erstmals wurden in München Lieferzonen mit Sensoren ausgestattet, die über eine App Echtzeitinformationen zur Belegung bereitstellen. Dadurch wird der Wirtschaftsverkehr gezielt zu freien Parkplätzen geleitet. Die Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere im Rahmen des Smart City Expo World Congress, wurde vom Steinbeis Europa Zentrum unterstützt und trug dazu bei, die Projektergebnisse einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.

Dr. Annika Paul und Jeanette de Pauli, Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München, Projektmanagerinnen metaCCAZE

Replikation und Beteiligung weiterer Städte

Sechs weitere Städte übernehmen die bewährten Konzepte aus den Trailblazer-Städten. So erweitert Athen seinen Fuhrpark aktiv um mehr als 200 E-Busse, während Gozo die Einführung eines autonomen E-Bus-Dienstes vorbereitet.

Zur Anpassung der Lösungen an die spezifischen Bedürfnisse der Städte und zur Unterstützung langfristiger Umweltziele arbeitet metaCCAZE eng mit Bürgerinnen und Bürgern, städtischen Entscheidungsträgern sowie Unternehmen zusammen.

Kommunikations- und Verwaltungsaufgaben des Steinbeis Europa Zentrums

Das Steinbeis Europa Zentrum koordiniert sämtliche Kommunikationsaktivitäten des Projekts. Dazu zählen die Unterstützung der Städte bei der Entwicklung lokaler Kommunikationsstrategien, die Pflege der Corporate Identity sowie die Betreuung der globalen Kommunikationskanäle wie Website, Newsletter und Social Media. Weiterhin fördert Steinbeis die Teilnahme der Partner an relevanten Branchen- und Fachveranstaltungen und erstellt Informationsmaterialien wie Videos, Newsletter und Printprodukte. Diese Maßnahmen erleichtern das Verständnis der Mobilitätslösungen und fördern deren Übertragbarkeit auf weitere Städte.

Ein Beispiel hierfür ist die Präsentation des Projekts auf dem Gemeinschaftsstand der Europäischen Kommission beim Smart City World Congress im November 2025 in Barcelona, an dem 26 Partnerorganisationen beteiligt waren. Als federführender Partner für Kommunikation und Veranstaltungsmanagement des Smart Cities Marketplace sowie Experte für Technologietransfer ermöglichte Steinbeis umfangreiche Vernetzungs- und Wissensaustauschmöglichkeiten.

Darüber hinaus verwaltet das Steinbeis Europa Zentrum das EU-geförderte Projektbudget von fast 25 Millionen Euro, das auf 44 Partner in 12 Ländern verteilt ist. Der Förderzeitraum erstreckt sich von Januar 2024 bis Dezember 2027.

Kontakt

Adélaïde Chopard
Telefon: +49 711 2524 2061
E-Mail: adelaide.chopard@steinbeis-europa.de

Wissenschaftliche Ansprechpartner

Dr. Annika Paul und Jeanette de Pauli, Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München, Projektmanagerinnen metaCCAZE

Weiterführende Informationen

Bilder

Cargobike München, metaCCAZE Projekt

Bildnachweis: Landeshauptstadt München