Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche in Deutschland



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08.01.2026 11:14

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Plötzlich gesund

Fortschreitende Naturerkenntnis, ganz allgemein gesprochen, ‚Wissenschaft‘, ist der stärkste Feind des medizinischen Wunders. Was unseren Vorfahren als Wunder erschien, was einfache Naturvölker heute noch in heftige Erregung versetzt, das berührt den zivilisierten Menschen längst nicht mehr.
Doch es gibt einen Gegensatz, der jedem Denkenden sofort auffällt: der unerhörte, durchaus nicht abgeschlossene Aufstieg der wissenschaftlichen Heilkunde und die ebenso unerhörte Zunahme der Laienbehandlung und der Kurpfuscherei. Man schätzt die Zahl der Menschen, die der Schulmedizin kein Vertrauen schenken, auf immerhin 50 Prozent.
Wie kann es sein, daß Laienbehandler und Kurpfuscher immer wieder spektakuläre Erfolge aufweisen, von denen die Sensationspresse berichtet?
Der Autor geht dieser Frage nach und kommt zu interessanten Erkenntnissen, aus denen er Vorschläge für eine bessere Krankenbehandlung durch seine ärztlichen Standesgenossen ableitet.

Hier geht es weiter …

Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche in Deutschland

Jahresbericht für das Jahr 2024 veröffentlicht

Im Jahr 2024 wurden mehr lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet als in den vier Jahren zuvor, und auch die Zahl der Erkrankten ist gestiegen. Die häufigsten Verursacher von Krankheitsausbrüchen in Deutschland waren, wie in den Vorjahren, Salmonellen (ein Drittel der Ausbrüche) und Bakterien der Gattung Campylobacter (ein Viertel).

Für das Meldejahr 2024 gingen beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und beim Robert Koch-Institut (RKI) Meldungen zu 271 lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen ein. Die Ausbrüche führten in Deutschland zu mindestens 2.400 Erkrankungen, 451 Hospitalisierungen und acht Todesfällen. Im Durchschnitt der vorangegangenen vier Jahre waren es jährlich rund 191 Krankheitsausbrüche mit 1.515 Erkrankungen.

Die meisten der mit hoher Evidenz aufgeklärten Krankheitsausbrüche wurden durch Lebensmittel der Kategorien „Fleisch und Fleischerzeugnisse“ sowie „Gemüse und Gemüseerzeugnisse“ verursacht. Im Trend der letzten fünf Jahre zeigt sich eine Zunahme der Ausbrüche durch pflanzliche Lebensmittel. Während es im Jahr 2020 noch vier Ausbrüche dieser Art waren, wurden im Jahr 2024 zwölf der Ausbrüche durch Gemüse, Getreideerzeugnisse oder Beeren und Früchte verursacht. Die tierischen Lebensmittel lagen im Jahr 2024 mit einem Anteil von 47 Prozent noch vor den pflanzlichen Lebensmitteln (33 %) als Verursacher von Ausbrüchen. Im Vergleich zu den vier Vorjahren wurden im Jahr 2024 erstmals die meisten Krankheitsausbrüche in Betrieben der Kategorie „Take-Away und Fast-Food-Imbisse“ verursacht. An zweiter Stelle folgten Privathaushalte.

„Der Bericht zeigt, dass auch pflanzliche Lebensmittel, die oft ohne weitere Hitzebehandlung als Salatzutaten verzehrt werden, Krankheitsausbrüche verursachen können“, erklärt BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl. „Diese und weitere Erkenntnisse können dem Risikomanagement und auch Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, lebensmittelbedingte Erkrankungen unter anderem durch gute Küchenhygiene zu vermeiden und zukünftige Ausbruchsgeschehen zu verhindern.“

Manche der lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüche ziehen sich über mehrere Jahre hin und betreffen weitere Staaten. Im aktuellen Jahresbericht sind dies zwei Krankheitsausbrüche durch Salmonellen in Tomaten und in Sprossen.

Der Bericht „Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche in Deutschland 2024“ ist online abrufbar unter:

https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Berichte/10_BELA_lebensmittelbed_Krankheitsau…

Hintergrund

Ursachen für lebensmittelbedingte Erkrankungen können Bakterien, Viren, Parasiten oder Toxine sein, die über kontaminierte Lebensmittel auf den Menschen übertragen werden. Von einem lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch spricht man immer dann, wenn zwei oder mehr Menschen an demselben Lebensmittel erkrankt sind.

Der Bericht zu lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen in Deutschland wird jährlich gemeinsam vom BVL in Zusammenarbeit mit dem RKI erstellt. Um lebensmittelbedingte Erkrankungen zu vermeiden und zukünftige Ausbruchsgeschehen zu verhindern, sind umfangreiche Kenntnisse über beteiligte Lebensmittel, deren Herkunft sowie Informationen über den Herstellungsprozess notwendig. Daher erfasst das BVL bereits seit 2015 Daten zu Lebensmitteln, die an Krankheitsausbrüchen beteiligt sind. Nach Abschluss einer Ausbruchsuntersuchung melden die Überwachungsbehörden der Bundesländer hierfür ihre Informationen über das bundeseinheitliche System zur Erfassung von Daten zu Lebensmitteln, die bei Krankheitsausbrüchen beteiligt sind (BELA), an das BVL. Die deutschen Ausbruchsdaten werden an die European Food Safety Authority (EFSA) gemeldet und in den „European Union One Health Zoonoses Report“ integriert.

Den „European Union One Health Zoonoses Report 2024“ finden Sie hier:

https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2025.9759

Über das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

Das BVL ist eine eigenständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat (BMLEH). Es ist für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, Tierarzneimitteln und gentechnisch veränderten Organismen in Deutschland zuständig. Im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit übernimmt es umfassende Managementaufgaben und koordiniert auf verschiedenen Ebenen die Zusammenarbeit zwischen dem Bund, den Bundesländern und der Europäischen Union.


Bilder


Anhang

attachment icon 2026 01 08 PM Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch


 

Quelle: IDW