„Lonis Weltraumreise“: interaktive Web-App unterstützt Kinder krebskranker Eltern



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20.01.2026 15:12

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Plötzlich gesund

Fortschreitende Naturerkenntnis, ganz allgemein gesprochen, ‚Wissenschaft‘, ist der stärkste Feind des medizinischen Wunders. Was unseren Vorfahren als Wunder erschien, was einfache Naturvölker heute noch in heftige Erregung versetzt, das berührt den zivilisierten Menschen längst nicht mehr.
Doch es gibt einen Gegensatz, der jedem Denkenden sofort auffällt: der unerhörte, durchaus nicht abgeschlossene Aufstieg der wissenschaftlichen Heilkunde und die ebenso unerhörte Zunahme der Laienbehandlung und der Kurpfuscherei. Man schätzt die Zahl der Menschen, die der Schulmedizin kein Vertrauen schenken, auf immerhin 50 Prozent.
Wie kann es sein, daß Laienbehandler und Kurpfuscher immer wieder spektakuläre Erfolge aufweisen, von denen die Sensationspresse berichtet?
Der Autor geht dieser Frage nach und kommt zu interessanten Erkenntnissen, aus denen er Vorschläge für eine bessere Krankenbehandlung durch seine ärztlichen Standesgenossen ableitet.

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„Lonis Weltraumreise“: interaktive Web-App unterstützt Kinder krebskranker Eltern

Technische Hochschule Augsburg und Universitätsklinikum Freiburg entwickeln digitale Lösung für Familien: Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt, stehen Familien vor der schwierigen Aufgabe, Kindern die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten behutsam und verständlich zu erklären. Mit der neuen Web-App „Lonis Weltraumreise“ gibt es nun eine kindgerechte digitale Lösung, die Familien dabei unterstützt.

Die Anwendung wurde im Rahmen eines THA_innolab-Projekts von Studierenden des Bachelorstudiengangs Interaktive Medien der Technischen Hochschule Augsburg (THA) initiiert. Das angewandte Forschungsprojekt ist in enger Zusammenarbeit mit dem Angebot „Tigerherz … wenn Eltern Krebs haben“ am Tumorzentrum Freiburg – CCCF entstanden. „Lonis Weltraumreise“ ist eine interaktive Lernwelt, die Kindern zwischen fünf und neun Jahren hilft, die Situation einer Krebserkrankung innerhalb der eigenen Familie besser zu verstehen. Das transdisziplinäre Projekt wurde in Augsburg von Prof. Dr. Alexandra Teynor und Prof. Daniel Rothaug sowie von weiteren wissenschaftlichen Mitarbeitenden der Disziplinen Informatik und Gestaltung der THA betreut. Mit im Team waren auch Psychoonkolog:innen, Sozialwissenschaftler:innen und medizinisches Fachpersonal des Universitätsklinikums Freiburg, die Drehbuchautorin Alexandra Heneka sowie Familien mit Krebserkrankungen.

Kindgerecht, ehrlich und ohne Überforderung

„Kinder möchten verstehen, was eine Krebserkrankung für ihre Familie bedeutet. Die App liefert dafür verständliche und verlässliche Informationen“, erklärt Dr. Stefanie Pietsch, Psychoonkologin am Tumorzentrum Freiburg – CCCF. Die Web-App führt Kinder über verschiedene Fantasie-Planeten, auf denen die Protagonistin Loni Aspekte der Erkrankung und Behandlung wie Operation, Bestrahlung und Chemotherapie erkundet. Mit anschaulichen Bildern, einfachen Erklärungen und interaktiven Elementen erleichtert die Anwendung Gespräche in der Familie und stärkt die emotionale Bewältigung.

Positive Ergebnisse und nächste Schritte

Eine Pilotstudie zur Anwendung zeigte durchweg positive Rückmeldungen von Eltern, Kindern und Expert:innen. Prof. Dr. Alexandra Teynor, Projektleiterin an der THA sagt: „Wir sind überwältigt von den positiven Bewertungen. Unser Ziel ist es nun, ‚Lonis Weltraumreise‘ allen betroffenen Familien kostenfrei zur Verfügung zu stellen.“ Das Projekt verdeutliche, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Informatik, Gestaltung, Psychoonkologie und Medizin gesellschaftlich relevante Innovationen hervorbringen kann.

Eine anpassbare Geschichte

Laut Teynor ist die Situation der Krebserkrankung in jeder Familie individuell. Bei „Lonis Weltraumreise“ können Eltern deshalb auswählen, welcher Elternteil erkrankt ist und welche Therapieformen anstehen. Die Geschichte passe sich daraufhin automatisch an diese Angaben an – so spiegele sie die individuelle Situation der Familie wider, ohne dass komplexe Einstellungen notwendig sind. Dadurch werde eine kindgerechte und persönliche Lernerfahrung geschaffen, die Kindern helfe, die Behandlungsschritte und den Umgang mit der Krankheit besser zu verstehen.

Über das THA_innolab

Das THA_innolab der Technischen Hochschule Augsburg ist eine interdisziplinäre Einrichtung, die innovative Digitalisierungsprojekte und Forschung mit Hilfe von Design Thinking und nutzerzentrierter Softwareentwicklung durchführt. Die Forschenden arbeiten eng mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern aus Industrie und Gesellschaft zusammen, um kreative Lösungen für komplexe Herausforderungen zu entwickeln.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Alexandra Teynor
Technische Hochschule Augsburg
THA_innolab
alexandra.teynor@tha.de


Weitere Informationen:

https://lonis-weltraumreise.de Lonis Weltraumreise
https://cloud.hs-augsburg.de/index.php/s/TdMJ8njEx6cr7dd Trailer zu „Lonis Weltraumreise“
https://drks.de/search/de/trial/DRKS00036255 DRKS – Deutsches Register Klinischer Studien
https://www.tha.de/THA-innolab THA_innolab
https://www.uniklinik-freiburg.de/cccf/onkologisches-spitzenzentrum Tumorzentrum Freiburg
https://www.uniklinik-freiburg.de/cccf/cccf-angebote/tigerherz Tigerherz … wenn Eltern Krebs haben


Bilder

Ein transdisziplinäres Projektteam entwickelte die Anwendung „Lonis Welteraumreise“ für Familien mit an Krebs erkrankten Elternteilen.

Ein transdisziplinäres Projektteam entwickelte die Anwendung „Lonis Welteraumreise“ für Familien mit

Copyright: Technische Hochschule Augsburg


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin, Pädagogik / Bildung, Psychologie
überregional
Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
Deutsch


 

Quelle: IDW