Teilen:
04.02.2026 18:02
Plötzlich gesund
Fortschreitende Naturerkenntnis, ganz allgemein gesprochen, ‚Wissenschaft‘, ist der stärkste Feind des medizinischen Wunders. Was unseren Vorfahren als Wunder erschien, was einfache Naturvölker heute noch in heftige Erregung versetzt, das berührt den zivilisierten Menschen längst nicht mehr.
Doch es gibt einen Gegensatz, der jedem Denkenden sofort auffällt: der unerhörte, durchaus nicht abgeschlossene Aufstieg der wissenschaftlichen Heilkunde und die ebenso unerhörte Zunahme der Laienbehandlung und der Kurpfuscherei. Man schätzt die Zahl der Menschen, die der Schulmedizin kein Vertrauen schenken, auf immerhin 50 Prozent.
Wie kann es sein, daß Laienbehandler und Kurpfuscher immer wieder spektakuläre Erfolge aufweisen, von denen die Sensationspresse berichtet?
Der Autor geht dieser Frage nach und kommt zu interessanten Erkenntnissen, aus denen er Vorschläge für eine bessere Krankenbehandlung durch seine ärztlichen Standesgenossen ableitet.
PM: Krebs überlebt, Schmerzen bleiben – Große Patienten-Umfrage zeigt Defizite in der Tumorschmerztherapie
Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar präsentieren die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) und die Deutsche Schmerzliga (DSL) die Ergebnisse einer bundesweiten Patientenbefragung mit über 12.000 Krebspatienten. Die Erhebung offenbart erhebliche Defizite in der schmerzmedizinischen Versorgung: Fast jeder zweite Betroffene leidet trotz moderner Medizin über Jahre hinweg unter tumorbedingten Schmerzen – oft als Langzeitfolge erfolgreicher Tumortherapien.
>>> Chronische Tumorschmerzen als unterschätztes Problem <<<
Nahezu 50% der Befragten berichten von Schmerzen seit über fünf Jahren (Mittelwert: >3 Jahre), rund 45% weisen neuropathische Schmerzanteile auf – häufig durch Chemotherapie, Bestrahlung oder Operationen bedingt. Ein Drittel leidet unter unzureichend kontrollierten Dauerschmerzen, fast die Hälfte unter extremen Durchbruchschmerzen; nur jeder Dritte erhält eine adäquate Notfalltherapie. Mehr als die Hälfte der Betroffenen gibt eine stark eingeschränkte Lebensqualität an, mit Schlafstörungen, Isolation und Depressionen.
„Tumorschmerz ist kein vorübergehendes Symptom, sondern für viele ein chronisches Langzeitproblem. Gerade bei Langzeitüberlebenden fehlen strukturierte Konzepte“, betont Studienleiter PD Dr. med. Michael A. Überall, Präsident der Deutschen Schmerzliga (DSL), der größten Dachorganisation für Menschen mit chronischen und therapieschwierigen Schmerzen in Deutschland, und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), der größten schmerzmedizinischen Versorgergesellschaft. „Krebs wird heute häufiger überlebt – Schmerzen müssen als eigenständige Erkrankung systematisch behandelt werden.“
Forderungen von DGS und DSL:
• eine konsequente routinemäßige Schmerzerfassung in der Onkologie, auch bei Langzeitüberlebenden,
• eine bessere Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten in moderner Schmerztherapie,
• sowie einen niedrigschwelligen Zugang zu wirksamen Medikamenten, insbesondere bei Durchbruchschmerzen.
>>> Über die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) <<<
Die DGS ist mit 4.035 Mitgliedern und 121 Schmerzzentren die führende Fachgesellschaft zur Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. Ihr Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität von Schmerzpatienten – durch eine bessere Diagnostik und eine am Lebensalltag des Patienten orientierte Therapie. Mit praxisnahen Fortbildungen, Curricula, innovativen Versorgungsmodellen sowie Kongressen wie den Schmerz- und Palliativtagen vom 19.-21. März 2026 in Frankfurt/Main fördert die DGS den interdisziplinären Austausch und die Weiterentwicklung der Schmerz- und Palliativmedizin. Die Schmerz- und Palliativtage finden im Congress Center Messe Frankfurt unter dem Motto „Stabilität in unsicheren Zeiten: Ambulant, teilstationär, stationär“ – über 2.000 Fachleute diskutieren dort in mehr als 90 Sessions zu Prävention, Therapie chronischer Schmerzen, Cannabinoide & Opioide, Palliativversorgung, KI-Anwendungen und Gesundheitspolitik. Weitere Informationen und das Programm finden Sie unter https://www.dgschmerzmedizin.de/kongresse/deutsche-schmerz-und-palliativtage/, Pressevertreter sind willkommen. Akkreditierung an: dgschmerzmedizin@b2-berlin.de. Pressekonferenz am 19.03.2026 um 13 Uhr.
PRESSEKONTAKT
B2 talk & tv produktion GmbH
Ansprechpartnerin: Anja Baer
T: +49 30 9700 4834
M: dgschmerzmedizin@b2-berlin.de
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.
Ackerstr. 3 | 10115 Berlin
T: 030 – 85 62 188 – 0
M: info@dgschmerzmedizin.de
Weitere Informationen:
https://www.dgschmerzmedizin.de
Bilder
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Medizin
überregional
Forschungsergebnisse
Deutsch

