Zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategien für den Schutz und die Nutzung von Zukunftswäldern

Zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategien für den Schutz und die Nutzung von Zukunftswäldern

Zukunftswälder durch gemeinsames Engagement gestalten

Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder beschäftigt und untersucht, wie Waldbesitzer sowie die interessierte Öffentlichkeit besser in Schutz und Nutzung zukünftiger Wälder eingebunden werden können. Ziel war es, geeignete Zielgruppen zu identifizieren und darauf abgestimmte Kommunikationsstrategien zu entwickeln, die in einer Best-Practice-Broschüre dokumentiert wurden.

Zielgruppenspezifische Ansprache mittels Sinus-Milieus®

Im Rahmen des Projekts „KommZuSinus“ nutzten die Wissenschaftler das Modell der Sinus-Milieus®, um unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen von Privatwaldbesitzern und waldinteressierten Personen zu klassifizieren. Dieses Modell bildet soziokulturelle Untergruppen in Deutschland ab und ermöglicht eine differenzierte Betrachtung von Werten, Lebenszielen und Einstellungen. Aufbauend auf dieser Analyse wurden Kommunikationskonzepte entwickelt, die anschließend in der Praxis erprobt wurden.

Praxisnahe Erprobung in verschiedenen Regionen

Die erarbeiteten Strategien wurden in den Regionen Wuppertal, Gifhorn und Barnim umgesetzt. Dabei kamen unterschiedliche Veranstaltungsformate zum Einsatz, die gezielt auf bestimmte Milieus zugeschnitten waren, beispielsweise Waldbaden oder Mountainbiken im Wald. Die erfolgreich getesteten Formate wurden in einer Broschüre zusammengefasst und auf der Abschlussveranstaltung des Projekts im Juni im Rahmen der Forstvereinstagung in Rostock vorgestellt.

Ergebnisse und Bedeutung für die Kommunikation

Dr. Peter Aurenhammer, Leiter der Forschungsgruppe, betont, dass eine zielgruppenspezifische Ansprache den Erstkontakt erleichtert und den Aufbau von Vertrauen fördert. Die Kommunikation auf Augenhöhe mit den jeweiligen Zielgruppen führte dazu, dass zwischen 67 und 85 Prozent der zuvor forstlich wenig erreichten Personen angesprochen werden konnten.


Kontaktinformationen

Dr. Peter Aurenhammer
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie
Abteilung Forst- und Naturschutzpolitik
Büsgenweg 3, 37077 Göttingen
Telefon: (0176) 90920866
E-Mail: peter.aurenhammer@uni-goettingen.de
Webseite: www.uni-goettingen.de/de/681388.html


Veröffentlichungen und weiterführende Informationen