Aktueller Stand der Weltmeere im World Ocean Assessment Report 2026

Aktueller Stand der Weltmeere im World Ocean Assessment Report 2026

Gesundheit der Meere im Fokus: Beitrag zum World Ocean Assessment Report

Am Weltozeantag, dem 8. Juni 2026, wurde erstmals die Umwelthistorikerin Dr. Katrin Kleemann vom Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhaven als Co-Autorin im World Ocean Assessment Report der Vereinten Nationen genannt. Dieser Bericht stellt eine umfassende internationale Bestandsaufnahme zum Zustand der Weltmeere dar.

Umfangreiche wissenschaftliche Zusammenarbeit

Der dritte World Ocean Assessment Report wurde von insgesamt 580 Forschenden aus 86 Ländern erarbeitet, darunter 284 Frauen. Die Expertinnen und Experten analysierten die aktuelle Situation der Ozeane und bewerteten die Veränderungen seit der letzten Ausgabe aus dem Jahr 2021.

Beiträge und Forschungsschwerpunkte von Dr. Kleemann

Dr. Kleemann, die am DSM zur Geschichte der Deutschen Seewarte forscht, hat sich in ihrer Promotion mit den Auswirkungen von Vulkanausbrüchen auf Umwelt und Klima beschäftigt. Über mehrere Monate arbeitete sie an ihrem Beitrag zum Bericht und koordinierte diesen mit internationalen Fachkollegen. Der Bericht wurde nach Prüfung und Zustimmung von 190 Nationen pünktlich zum Weltozeantag veröffentlicht.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Herausforderungen

Der Bericht beschreibt die Ozeane als ein komplexes, vernetztes System, das als „Lebenserhaltungssystem“ der Erde fungiert. Biologische, physikalische und chemische Prozesse sind eng miteinander verbunden und beeinflussen die Atmosphäre. Die Meere beherbergen Millionen von Arten, von denen viele noch unbekannt sind.

Gleichzeitig wird hervorgehoben, dass die Bewältigung der anthropogenen Belastungen für die Meere entscheidend für das Fortbestehen des Lebens auf der Erde ist. Trotz erzielter Fortschritte bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen, die langfristige Nachhaltigkeit erfordern kontinuierliche Anstrengungen und Verbesserungen.

Interdisziplinäre und internationale Perspektiven

Für Dr. Kleemann war die Zusammenarbeit mit internationalen und interdisziplinären Teams besonders bereichernd. Die Herausforderung bestand darin, die aktuellen Forschungsergebnisse zu verschiedenen Regionen prägnant zusammenzufassen. Als Historikerin konnte sie zudem neuere geschichtswissenschaftliche Arbeiten zur Ozeangeschichte, beispielsweise zum Südlichen Ozean, in den Bericht einbringen.


Kontakt

Dr. Katrin Kleemann
K.Kleemann@dsm.museum


Weiterführende Links


Bilder

Dr. Katrin Kleemann vor dem Pazifik in Kalifornien
Dr. Katrin Kleemann vor dem Pazifik in Kalifornien.
Quelle und Copyright: Katrin Kleemann