Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2026 für Dr Kerstin Risse zur Stabilisierung von Emulsionen durch Tenside und Proteine

Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2026 für Dr Kerstin Risse zur Stabilisierung von Emulsionen durch Tenside und Proteine

Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2026 für Dr. Kerstin Risse

Dr. Kerstin Risse wurde mit dem Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2026 des Forschungskreises der Ernährungsindustrie e. V. (FEI) für ihre Dissertation ausgezeichnet, die neue Einblicke in das Zusammenspiel von Tensiden und Proteinen an Öl-Wasser-Grenzflächen liefert. Ihre Arbeit bietet wichtige Grundlagen zur gezielten Stabilisierung von Emulsionen in Lebensmitteln und zur Optimierung von Herstellungsprozessen.

Forschungsinhalt und Ergebnisse

In ihrer Dissertation mit dem Titel „Rethinking the interfacial behaviour of surfactants and their interactions with proteins. A structure, temperature and time-dependent approach“ analysierte Dr. Risse, wie Faktoren wie die molekulare Struktur von Tensiden, die Zusammensetzung der Ölphase sowie Temperatur und Zeit die Vorgänge an den Grenzflächen beeinflussen. Dabei konnte sie zeigen, dass Tenside und Proteine nicht ausschließlich in Konkurrenz zueinander stehen, sondern unter bestimmten Bedingungen synergistisch zur Emulsionsstabilisierung beitragen.

Auszeichnung und Rahmenbedingungen

Die Arbeit, die wissenschaftliche Originalität mit einem hohen praktischen Nutzen für die Lebensmittelindustrie verbindet, wurde im Rahmen der FEI-Jahrestagung am 10. September 2026 in Stuttgart-Hohenheim geehrt. Der mit 2.500 Euro dotierte Friedrich-Meuser-Forschungspreis wurde von Dr. Götz Kröner, Vorsitzender des FEI, übergeben. Benannt ist der Preis nach Prof. Dr. Dr. Friedrich Meuser, dem langjährigen Leiter des Wissenschaftlichen Beirats des FEI.

Hintergrund der Dissertation

Die Dissertation entstand unter der Betreuung von Prof. Dr. Stephan Drusch an der Technischen Universität Berlin im Fachgebiet Lebensmitteltechnologie und -materialwissenschaften. Sie wurde im Rahmen des vom FEI geförderten Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) mit dem Titel „Einfluss des molekularen Aufbaus von Emulgatoren, Fettkugelgröße und Temperaturführung im Abkühlschritt auf die Fettkristallinität und Texturstabilität von Produkten aus emulgierten Triglyceriden“ (21099 N) angefertigt.

Ausschreibung für 2027

Der Friedrich-Meuser-Forschungspreis wird auch im Jahr 2027 vergeben. Bewerben können sich promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Dissertation im Rahmen eines abgeschlossenen Promotionsverfahrens entstanden ist und deren Veröffentlichung nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Voraussetzung ist, dass die Forschungsarbeiten überwiegend im Kontext eines vom FEI geförderten IGF-Projekts durchgeführt wurden. Es gibt keine thematische Einschränkung.

Informationen zum FEI

Der Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V. (FEI) ist die zentrale Forschungsorganisation der deutschen Lebensmittelwirtschaft und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF). Über direkte Mitgliedschaften sowie 45 Wirtschaftsverbände und Branchenorganisationen vertritt der FEI rund 6.000 Unternehmen der Lebensmittelindustrie und einen Großteil des Lebensmittelhandwerks. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung praxisorientierter Lebensmittelforschung. Jährlich koordiniert der FEI etwa 100 Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und arbeitet mit mehr als 120 Forschungseinrichtungen zusammen.

Kontakt und weiterführende Links

Pressekontakt:
Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V. (FEI)
Janina Horn
Telefon: +49 228 3079699-3
E-Mail: pr@fei-bonn.de