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04.02.2026 15:23
Plötzlich gesund
Fortschreitende Naturerkenntnis, ganz allgemein gesprochen, ‚Wissenschaft‘, ist der stärkste Feind des medizinischen Wunders. Was unseren Vorfahren als Wunder erschien, was einfache Naturvölker heute noch in heftige Erregung versetzt, das berührt den zivilisierten Menschen längst nicht mehr.
Doch es gibt einen Gegensatz, der jedem Denkenden sofort auffällt: der unerhörte, durchaus nicht abgeschlossene Aufstieg der wissenschaftlichen Heilkunde und die ebenso unerhörte Zunahme der Laienbehandlung und der Kurpfuscherei. Man schätzt die Zahl der Menschen, die der Schulmedizin kein Vertrauen schenken, auf immerhin 50 Prozent.
Wie kann es sein, daß Laienbehandler und Kurpfuscher immer wieder spektakuläre Erfolge aufweisen, von denen die Sensationspresse berichtet?
Der Autor geht dieser Frage nach und kommt zu interessanten Erkenntnissen, aus denen er Vorschläge für eine bessere Krankenbehandlung durch seine ärztlichen Standesgenossen ableitet.
Smart Health Ökosystem bündelt Innovationen im Bereich Gesundheit
In den letzten drei Jahren hat das Steinbeis Europa Zentrum als Koordinator des Projekts SHIFT-HUB Akteure aus dem gesamten europäischen Gesundheitswesen zusammengebracht und eine interaktive Smart Health Community aufgebaut, die Innovationen vorantreibt, die Zusammenarbeit fördert und die Einführung transformativer Technologien und Dienstleistungen im Gesundheitswesen beschleunigt. Mit einbezogen wurden – Innovationsvermittelnde, Unternehmer:innen, Technologieanbietende, Angehörige der Gesundheitsberufe, politische Entscheidungstragende, Patient:innen und Bürger:innen.
Um das europäische Gesundheitssystem fit für zukünftige Herausforderungen zu machen, ist der flächendeckende Einsatz von digitalen Gesundheitsanwendungen in Krankenhäusern, Arztpraxen und bei den Patient:innen notwendig. Allerdings sind bei der Entwicklung dieser Technologien viele Hürden zu überwinden, und die Akzeptanz der Anwendungen ist vor allem in den älteren und sozial benachteiligten Gesellschaftsschichten bisher gering.
Unter der Koordination des Steinbeis Europa Zentrums hat das Projekt-Team von SHIFT-HUB ein Netzwerk aufgebaut, das Beteiligte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft europaweit zusammenfasst , um die Entwicklung von Smart-Health-Technologien und Dienstleistungen zu erleichtern, zu fördern und ihre Akzeptanz zu erhöhen.
Das Ergebnis ist ein vernetztes und innovatives Smart-Health-Ökosystem, das eine solide Grundlage für weitere Fortschritte im Bereich Smart Health bietet.
Ergebnisse auf einen Blick
Einbindung von Interessengruppen: Über 1.000 KMU, die Technologien anbieten, wurden erreicht, wobei 200 aktiv an SHIFT-HUB-Veranstaltungen und der Community-Plattform teilnahmen. Mehr als 300 Innovationsvermittelnde, 70 Gesundheitseinrichtungen, 60 öffentliche Einrichtungen und 50 politische Entscheidungstragende waren direkt beteiligt. SHIFT-HUB knüpfte durch Outreach-Aktivitäten auch Kontakte zu über 7.000 PatientInnen und BürgerInnen.
Förderung von Partnerschaften
Es wurden mehr als 90 Absichtserklärungen (Memoranda of Understanding, MoUs) unterzeichnet, wodurch die Zusammenarbeit mit Organisationen, die zu offiziellen Partnerorganisationen wurden, formalisiert wurde.
Erleichterung der Zusammenarbeit
Die SHIFT-HUB-Community-Plattform wuchs auf über 780 registrierte Mitglieder an, ermöglichte über 730 Matchmaking-Sitzungen und richtete einen Marktplatz ein, um Lösungen zu präsentieren.
Innovation vorantreiben
9 Open-Innovation-Workshops haben 470 Teilnehmende eingebunden und mehr als 45 Projektideen hervorgebracht; während 5 Living Labs, 7 Demo Days und 5 Capacity-Building-Workshops insgesamt über 550 Teilnehmende erreicht und einbezogen haben.
Sensibilisierung
SHIFT-HUB richtete seine Aktivitäten auf fünf zentrale Pathologien – aus Krebs, chronische und kardiovaskuläre Erkrankungen, psychische Störungen sowie Krankheitsprävention. Diese Schwerpunkte spiegeln sich auch in Initiativen wie dem Mobile Health Apps Repository wider (mit über 170 sorgfältig ausgewählten Apps) sowie in einer gamifizierten E-Learning-Reise mit fünf edukativen Spielen.
Förderung der Gesundheitskompetenz
Das Bildungsarchiv mit über 150 Ressourcen zu 15 Themenbereichen überbrückte die digitale Kluft für Patienten und stattete medizinisches Fachpersonal mit den notwendigen Werkzeugen aus, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern und die digitale Transformation voranzutreiben.
Ausblick: Nachhaltige Innovation
Das Ende des SHIFT-HUB-Projekts bedeutet nicht das Ende seiner Wirkung. Viele seiner Dienste werden weiterhin verfügbar sein, und die Ergebnisse und Best Practices können repliziert und übernommen werden. Die SHIFT-HUB-Community-Plattform wird auch weiterhin als wichtige Drehscheibe für Vernetzung, Zusammenarbeit und Innovation dienen und es den Interessengruppen ermöglichen, Zugang zu Matchmaking-Möglichkeiten zu erhalten, Lösungen zu präsentieren und an wirkungsvollen Veranstaltungen teilzunehmen.
Darüber hinaus ermutigt SHIFT-HUB seine Partnerorganisationen und alle Interessengruppen, seine Initiativen zu replizieren und sicherzustellen, dass seine innovativen Dienste weiterhin dem europäischen Smart-Health-Ökosystem zugutekommen.
Kontakt: Dr. Alena Bubeck, consortium@shift-hub.eu
Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Alena Bubeck, Steinbeis Europa Zentrum, consortium@shift-hub.eu
Weitere Informationen:
https://shift-hub.eu/events/ – Projektwebsite
Bilder
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
Deutsch

