THWS-Forscherin präsentiert kostengünstigen ComfortCube zur Raumklimamessung auf internationaler Fachkonferenz

Präsentation des „ComfortCube“ auf internationaler Fachkonferenz in Los Angeles durch THWS-Stipendiatin

Im Fokus der aktuellen Forschung von Senta Mill, Doktorandin am Promotionszentrum Nachhaltige und Intelligente Systeme (NISys) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS), steht die Validierung kostengünstiger Raumklimasensoren. Ihre Untersuchungsergebnisse stellte sie auf der 12. Internationalen Konferenz „Indoor Air Quality, Ventilation & Energy Conservation (IAQVEC 2026)“ in Los Angeles vor.

Untersuchung des Messsystems „ComfortCube“

Der „ComfortCube“ ist ein preisgünstiger, mobiler Prototyp zur Messung von Innenraumklimadaten. Ziel der Studie war es, die Messgenauigkeit dieses Systems mit professionellen Referenzgeräten zu vergleichen, die zwar präzise, jedoch deutlich kostenintensiver sind. Im Rahmen der Konferenz präsentierte Senta Mill ihren Beitrag mit dem Titel „How Accurate Is Low-Cost Comfort Monitoring? Validating the ComfortCube.“

Ergebnisse der Validierung

Die Analyse ergab, dass der ComfortCube bei den Parametern Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, CO2-Konzentration sowie Beleuchtungsstärke eine hohe Übereinstimmung mit etablierten Messsystemen aufweist. Zudem werden die relevanten normativen Toleranzgrenzen eingehalten. Dies ermöglicht eine kosteneffiziente und umfassende Erfassung von Behaglichkeitsfaktoren unter realen Nutzungsbedingungen.

Internationale Fachkonferenz als Plattform

Senta Mill betonte die Bedeutung der Teilnahme an der IAQVEC-Konferenz für den wissenschaftlichen Austausch: „Die Möglichkeit, unsere Forschung einem internationalen Publikum vorzustellen und direktes Feedback von Fachkollegen aus verschiedenen Ländern zu erhalten, war sehr wertvoll.“ Das große Interesse an ihrem Messsystem verdeutlicht das Potenzial für zukünftige Weiterentwicklungen.

Betreuung und wissenschaftlicher Kontext

Der Beitrag von Senta Mill wurde nach einem Begutachtungsverfahren zur Veröffentlichung im offiziellen Konferenzband angenommen. Die Doktorandin wird an der THWS von Prof. Dr. Nicholas Müller (Institut für Informationssysteme und Design) sowie Prof. Dr. Normen Langner (Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen) betreut. Die Teilnahme an internationalen Konferenzen ist ein verpflichtender Bestandteil des Qualifizierungsprogramms am Promotionszentrum und dient der fachlichen Weiterentwicklung sowie der Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse.

Förderung durch Promotionsstipendium

Die Teilnahme an der Konferenz wurde durch ein internationales Konferenzstipendium im Rahmen der Ausschreibung „Promotionsstipendien@THWS“ ermöglicht. Diese Förderung richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit laufenden Promotionsprojekten, um finanzielle Lücken zu schließen und Verzögerungen zu vermeiden. Die THWS unterstützt mit solchen Maßnahmen gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs und fördert die internationale Vernetzung.

Über die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Die THWS zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Seit ihrer Gründung 1971 steht sie für praxisorientierte Lehre und Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden und über 60 Studiengängen deckt sie ein breites Spektrum von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zu Sprache und Gestaltung ab. Die Hochschule ist sowohl regional verankert als auch international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und englischsprachigen Studienangeboten widerspiegelt.

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