ESiP Analyzer zur Optimierung des Eigenverbrauchs erneuerbarer Energien und Sicherung der Netzstabilität in der Produktion

ESiP Analyzer zur Optimierung des Eigenverbrauchs erneuerbarer Energien und Sicherung der Netzstabilität in der Produktion

Optimierung des Eigenverbrauchs erneuerbarer Energien in der Industrie mit dem ESiP Analyzer

Der ESiP Analyzer, vorgestellt auf der ees Europe 2025, hat sich in der Praxis bei Energieversorgern und Industrieunternehmen bewährt. Das Analysewerkzeug unterstützt Fabriken dabei, erneuerbare Energiequellen effizient zu integrieren und Leistungsspitzen zu reduzieren. Erste Anwendungen zeigen, dass durch gezielte Simulationen und angepasste Betriebsstrategien bis zu 50 % des selbst erzeugten Stroms genutzt werden können. Zudem trägt der Einsatz von Energiespeichern zur Stabilisierung des Stromnetzes bei, indem Verbrauchsschwankungen ausgeglichen werden.

Effiziente Planung von Energiespeichern in der Produktion

Der ESiP Analyzer richtet sich vor allem an produzierende Unternehmen und dient neben der klassischen Lastspitzenreduktion der Bewertung verschiedener Einsatzszenarien. Das Tool berücksichtigt unterschiedliche Speichertechnologien – von der Maschinen- bis zur Fabrikebene – und unterstützt die Planung, Integration sowie den Betrieb maßgeschneiderter Energiespeicherlösungen. Ein zentrales Merkmal ist die Entwicklung spezifischer Auslegungsverfahren für diverse Anwendungskontexte. Zusätzlich fließen Betriebsparameter wie Systemeffizienz und produktionstechnische Kennzahlen in die Simulationen ein. Ziel ist es, Unternehmen bei der Auswahl geeigneter Speichertechnologien und der Entwicklung effizienter Betriebsstrategien zu begleiten, um langfristig wirtschaftliche Lösungen zu gewährleisten.

Anwendungsbereiche und Nutzungsmöglichkeiten

Der ESiP Analyzer überzeugt insbesondere durch seine Leistungsfähigkeit in realen Szenarien, auch wenn Planungsdaten unvollständig sind. Fehlende Angaben in Lastprofilen oder Ertragsdaten lassen sich mittels Skalierungen und Simulationen zuverlässig ergänzen, sodass aussagekräftige Analysen möglich bleiben. Darüber hinaus ermöglicht das Tool die Kombination verschiedener Anwendungsfälle, wie etwa die Teilnahme am Energiemarkt, Notstromversorgung oder die Steigerung der Effizienz durch rückgespeiste Energie auf Maschinenebene.

Unternehmen können den ESiP Analyzer flexibel einsetzen: Neben individuellen Projektvereinbarungen inklusive Beratung durch Experten des Fraunhofer IWU besteht die Möglichkeit, Lizenzvereinbarungen für eine kontinuierliche Nutzung abzuschließen.

Präsentation auf der Messe »The Smarter E Europe« und Ausblick auf Batteriedemontage

Vom 23. bis 25. Juni 2026 stellt das Fraunhofer IWU auf der Messe »The Smarter E Europe« in München den aktuellen Entwicklungsstand des ESiP Analyzers anhand realer Anwendungsfälle vor. Zudem wird ein Ausblick auf eine gemeinsam mit EDAG Production Solutions entwickelte Pilotanlage gegeben, die ab August 2026 in Chemnitz Traktionsbatterien automatisiert und KI-gestützt bis auf Zellebene demontieren kann.

Diese Anlage nutzt KI-Technologien und ein Analysemodul zur Bewertung des Zustands der Batteriezellen, um funktionstüchtige Komponenten für die Wiederverwendung zu identifizieren. Sie dient zudem als Testumgebung für die wirtschaftliche Demontage neuer Batteriesysteme, die speziell für Recyclingfreundlichkeit konzipiert sind. Ein Beispiel hierfür ist ein zerstörungsfrei zerlegbares Batteriemodul, das in der Pilotanlage demonstriert wird.

Förderung und Projektpartner

Das Projekt »Energiespeicher in der Produktion« (ESiP) wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Weitere Partner sind EA Systems Dresden GmbH, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Skeleton Technologies GmbH sowie Power Innovation Stromversorgungstechnik GmbH. Die Pilotanlage zur Batteriedemontage wird zusätzlich durch Mittel des Freistaats Sachsen finanziert.

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