Graphen steigert Empfindlichkeit von Biosensoren deutlich



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16.03.2026 08:45

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Plötzlich gesund

Fortschreitende Naturerkenntnis, ganz allgemein gesprochen, ‚Wissenschaft‘, ist der stärkste Feind des medizinischen Wunders. Was unseren Vorfahren als Wunder erschien, was einfache Naturvölker heute noch in heftige Erregung versetzt, das berührt den zivilisierten Menschen längst nicht mehr.
Doch es gibt einen Gegensatz, der jedem Denkenden sofort auffällt: der unerhörte, durchaus nicht abgeschlossene Aufstieg der wissenschaftlichen Heilkunde und die ebenso unerhörte Zunahme der Laienbehandlung und der Kurpfuscherei. Man schätzt die Zahl der Menschen, die der Schulmedizin kein Vertrauen schenken, auf immerhin 50 Prozent.
Wie kann es sein, daß Laienbehandler und Kurpfuscher immer wieder spektakuläre Erfolge aufweisen, von denen die Sensationspresse berichtet?
Der Autor geht dieser Frage nach und kommt zu interessanten Erkenntnissen, aus denen er Vorschläge für eine bessere Krankenbehandlung durch seine ärztlichen Standesgenossen ableitet.

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Graphen steigert Empfindlichkeit von Biosensoren deutlich

Internationales Journal mit Forschung der Hochschule Kaiserslautern auf der Titelseite

Das Forschungsteam „Biomedizinische Nanosensoren“ der Hochschule Kaiserslautern hat eine neue Methode entwickelt, mit der sich biologische Wechselwirkungen deutlich empfindlicher messen lassen. Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachjournal „Advanced Healthcare Materials“ veröffentlicht – und sogar auf dem Cover der aktuellen Ausgabe präsentiert.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Alexey Tarasov zeigt in ihrer Studie, dass eine hauchdünne Schicht aus Graphen die Leistungsfähigkeit plasmonischer Biosensoren massiv steigern kann. Solche Sensoren werden eingesetzt, um Wechselwirkungen zwischen Biomolekülen, Viren oder Zellen in Echtzeit zu beobachten – ein wichtiger Baustein für moderne medizinische Diagnostik und biomedizinische Forschung.

Die Forschenden kombinierten eine einzelne Lage Graphen mit sogenannten Surface-Plasmon-Resonanz-Sensoren (SPR). Dabei zeigte sich ein überraschend großer Effekt: In verschiedenen biologischen Tests verstärkte Graphen die Sensorsignale um bis zu 600 Prozent. Damit liegt der experimentell gemessene Effekt deutlich über bisher veröffentlichten Werten.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Graphen die Empfindlichkeit von Biosensoren deutlich stärker verbessern kann als bislang angenommen“, sagt Tarasov. „Das eröffnet neue Möglichkeiten für die Analyse biologischer Prozesse und für zukünftige diagnostische Anwendungen.“

In den Experimenten untersuchte das Team unter anderem die Wechselwirkungen zwischen Antikörpern und Viren sowie zwischen Peptiden und Immunzellen. Mit den verbesserten Sensoren gelang es sogar, unterschiedliche Zelltypen voneinander zu unterscheiden – etwas, das mit herkömmlichen Sensoroberflächen nicht möglich war.

Solche Technologien könnten künftig eine wichtige Rolle in der medizinischen Forschung spielen, etwa bei der Entwicklung von Therapien, der Analyse von Immunreaktionen oder bei schnellen diagnostischen Tests direkt am Behandlungsort.

An der Studie waren neben der Hochschule Kaiserslautern auch das Unternehmen PROGEN Biotechnik GmbH als externer Partner beteiligt.

Die Veröffentlichung trägt den Titel „Graphene-Enhanced Plasmonic Interfaces: A General Strategy for Highly Sensitive Detection of Biomolecular Interactions“ und ist hier zu finden https://advanced.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/adhm.70388


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. phil. Alexey Tarasov +++ 0631-3724-5388 +++ Alexey.Tarasov@hs-kl.de


Bilder


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Biologie, Medizin
überregional
Forschungsergebnisse
Deutsch


 

Quelle: IDW