Partizipative Regionalentwicklung bei großen Infrastrukturprojekten und Endlagerstandorten

scienceBASEd: Beteiligungsorientierte Regionalentwicklung

Am 7. Juli veranstaltet das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) eine Veranstaltung zum Thema „Partizipative Regionalentwicklung in den zukünftigen Standortregionen“. Im Fokus steht die Frage, wie Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Planung großer Infrastrukturprojekte, wie beispielsweise eines Endlagers, eingebunden werden können.

Ergebnisse des Forschungsprojekts KoRegio

Die Veranstaltung präsentiert Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „Konzepte der Regionalentwicklung bei Großprojekten im nationalen und internationalen Vergleich – Lehren für das Standortauswahlverfahren“ (KoRegio). Die Referentinnen Franziska Sperfeld (Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V., UfU) und Ryan Kelly (Öko-Institut e.V.) erläutern die regionalen Entwicklungsansätze in potenziellen Endlagerstandorten.

Die Analyse basiert auf vier Fallstudien, die Beispiele aus verschiedenen Regionen und Projekten untersuchen:

  • Schweizer Tiefenlager Nördlich Lägern
  • Schwedisches Tiefenlager Forsmark
  • Schachtanlage Asse II in Deutschland
  • Ausbau des Frankfurter Flughafens

Diese Studien beruhen auf der Auswertung von Dokumenten sowie ausführlichen Interviews mit Akteuren aus den jeweiligen Gebieten.

Beteiligung der Bevölkerung und zukünftige Entwicklungen

Ab etwa 2028 werden die möglichen Standorte für ein Endlager in Deutschland festgelegt sein. Anschließend erhalten die dort lebenden Menschen die Möglichkeit, ihre Vorstellungen einzubringen und an der Entwicklung regionaler Konzepte mitzuwirken.

Die Forschungsergebnisse verdeutlichen, wie eine erfolgreiche partizipative Regionalentwicklung gestaltet werden kann. Dabei werden sowohl Herausforderungen bei der gemeinsamen Planung als auch notwendige Unterstützungsmaßnahmen für die Regionen thematisiert. Eine empfohlene Vorgehensweise ist die Kombination aus kurzfristigen, kleineren Projekten innerhalb einer mittelfristigen Gesamtstrategie. Zudem wird die Integration vorhandener Förderstrukturen als wichtig erachtet.

Diskussion und Austausch

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, eigene Erfahrungen mit anderen großen Infrastrukturvorhaben einzubringen.


Weiterführende Informationen

https://www.base.bund.de/shareddocs/termine/de/2026/sciencebased-regionalentwicklung.html