Optimierung von Pelletöfen und Holzpellets zur Reduzierung von Emissionen

Optimierung von Pelletöfen und Holzpellets zur Reduzierung von Emissionen

Optimierung von Pelletöfen und Holzpellets zur Reduzierung von Emissionen

Empfehlungen zur Reduktion von Emissionen bei Pelletöfen und Holzpellets

Wissenschaftler des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) haben in Zusammenarbeit mit den Partnern BIOS und Olsberg das Emissionsverhalten von Pelletöfen und Holzpellets untersucht. Ziel war es, Maßnahmen zur Minimierung von Staub- und Kohlenstoffmonoxid-Emissionen beim Heizen mit Pelletöfen zu identifizieren. Das Projekt „FuturePelletSpec 2“ konzentrierte sich dabei sowohl auf die Qualität des Brennstoffs als auch auf die technische Ausgestaltung der Öfen, um die Luftqualität zu verbessern.

Untersuchung verschiedener Pelletofenmodelle

Pelletöfen unterscheiden sich erheblich in ihrem Aufbau, beispielsweise hinsichtlich der Brennkammer, der Schneckenförderung oder der Luftstromführung. Um die emissionsärmste Bauweise zu ermitteln, wurden vier handelsübliche Modelle sowie ein speziell für die Studie entwickeltes Gerät getestet. Letzteres wurde so konstruiert, dass seine Emissionen deutlich unter den geltenden Grenzwerten liegen.

Die Tests zeigten, dass Öfen mit automatischer Brennstoffzufuhr und einem optimierten Brennertopfdesign signifikant geringere Emissionen aufwiesen. Die automatische Steuerung reguliert die Pelletmenge in der Brennkammer, was eine stabilere Verbrennung und weniger Emissionsschwankungen zur Folge hat. Besonders problematisch waren kurze Pellets, deren Übermaß zu einer erhöhten Brennstoffmenge und damit zu unvollständiger Verbrennung mit höheren Emissionen führte. Das Brennertopfdesign verbesserte die Emissionswerte durch eine gezielte Verteilung der Luftzufuhr und das wiederholte Einleiten von Abgasen in die Brennkammer.

Analyse der Pelletqualität

Zur Bewertung des Brennstoffs wurden 14 unterschiedliche Pelletsortimente mit variierenden Eigenschaften hergestellt und geprüft. Die Ergebnisse verdeutlichten, dass insbesondere der Kaliumgehalt, das Verhältnis von Silizium zu Kalium sowie die Pelletlänge entscheidende Einflussfaktoren für die Emissionen sind. Für einen emissionsarmen Betrieb empfehlen die Forscher Holzpellets mit einem Aschegehalt von maximal 0,5 Masseprozent, einem Wassergehalt zwischen 5 und 10 Masseprozent sowie einem Anteil sehr kurzer Pellets (unter 10 Millimeter), der begrenzt wird.

Vorschlag für ein neues Qualitätslabel

Auf Grundlage der Studienergebnisse wird die Einführung eines zusätzlichen Qualitätslabels für Ofenpellets vorgeschlagen. Dieses soll Verbrauchern die Auswahl von Brennstoffen ermöglichen, die zu einer geringeren Emission beitragen. Die detaillierten Empfehlungen zu Pelletqualität und Ofendesign sind auf der Projektwebseite in Form von Merkblättern verfügbar: www.tfz.bayern.de/futurepelletspec.

Förderung und Veröffentlichung

Das Forschungsprojekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat finanziell unterstützt. Die vollständigen Ergebnisse sind im TFZ-Bericht Nr. 94 dokumentiert und können kostenfrei unter www.tfz.bayern.de heruntergeladen werden.

Weiterführende Informationen